Wintergartenhochhaus
Wenn man von weiten die Leipziger Skyline betrachtet, dann fallen einem zuerst die altbekannten Leipziger Wahrzeichen in's Auge: der Uniriese, das MDR Hochhaus, das Völkerschlachtdenkmal und der Turm des neuen Rathauses. Doch halt, was ist das? Ein weiteres hohes Gebäude sticht in der Nähe des Hauptbahnhofes weit hoch hinaus in die Wolken: das Wintergartenhochhaus.
Das Wohngebäude wurde zwischen 1970 und 1972 in tiefsten DDR-Zeiten gebaut und gilt als ein weiteres Leipziger Wahrzeichen. Mit fast 107 Metern Gesamthöhe zählt es zu einem der größten deutschen Wohngebäude. Das unter Denkmalschutz stehende achteckige Hochhaus ist 32,4 Meter breit. Zu damaliger Zeit war es sehr fortschrittlich und innovativ, handelt es sich doch um das erste in der DDR errichtete Hochaus, welches in Gleitbauweise mit fertiger Außenfassade errichtet wurde, heute würde man Plattenbau dazu sagen.
Übrigens sollte das Wintergartenhochhaus noch zwei kleine Brüder bekommen, jedoch wurde der Bau weiterer Wohngebäude nicht durchgeführt, da die finanziellen Mittel nicht ausreichten. Allein ein Haus kostete den unrentablen DDR Haushalt bereits fast 53 Millionen DDR-Mark. Der Leipziger Boden machte auch damals schon großen Bauvorhaben Probleme, deshalb musste bevor man mit dem eigentlichen Errichten begann, eine Bodenwanne mit Beton aufgefüllt werden, die bis zu 50 Meter tiefe Bohrungen verlangte. Besonders auffällig und deshalb bekannt ist das riesige Doppel-M der Leipziger Messe, dass sich auf dem Dach des Gebäudes für gewöhnlich dreht. Die Werbefläche bringt ganze 18 Tonnen auf die Waage.
Das Gebäude ist 2005 komplett saniert worden. Wer einziehen möchte, wende sich an die LWB. Zur Verfügung stehen unter anderem 100 Dreizimmerwohnungen, 78 Zweizimmerwohnungen und 29 Einzimmerwohnungen. Fast alle sind mit Balkon ausgestattet.




