Oper Leipzig
Die Oper in Leipzig liegt an einem der zentralsten Punkte von Leipzigs Zentrum- dem Augustusplatz. In voller Pracht nach Entwürfen von Kunz Nierade errichtet und mit den spätklassizistischen Formen des Vorgängerbaues andeutungsweise wieder aufgenommen, steht die Oper in der Tradition seit nun mehr 310 Jahre Opernpflege in Leipzig. 1693 wurde das erste Opernhaus am Brühl eröffnet, was damit das dritte bürgerliche Theaterhaus Europas war. Doch erst 1868 wurde das Neue Theater am Augustusplatz eingeweiht und führt seitdem unter anderem Werke von Mozart, Weber oder Wagner auf. In den 1920er Jahren wurde zum Beispiel Brechts „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ (1930) Uraufgeführt. Durch die Kriegsjahre zerstört und in den 60er Jahren wieder aufgebaut, wurde die Oper durch bedeutende Wagneraufführungen geprägt und die vernachlässigten Werke in den Spielplan aufgenommen.
Um das wunderschöne Gebäude zu erhalten und denkmalgeschützt zu sanieren, erhielt der Foyerbereich 2007 einen neuen Glanz. Nebenbei verfügt die Oper auch über ein 350 Meter langes, mit Friedenstauben geschmücktes Attikageländer und Deckenbemalungen im Foyer. Insgesamt können an einem Abend im Parkettgeschoß und Rang über 1500 große und kleine Musik- und Opernfreudige Menschen platznehmen und sich von den Tönen und Bildern begeistern lassen. Mit Chefregisseur Peter Konwitschny steht die Oper für ein lebendiges Musiktheater mit einem Repertoire vom Barock bis zur Gegenwart und für die Förderung junger Regisseure. Doch die Leipziger Oper gibt keineswegs nur Stücke wie Aida oder La Bohème zum Besten. Es stehen auch Aufführungen des Leipziger Balletts auf dem Programm. Die Chronik dieser reicht vom späten 17. Jahrhundert bis zu Choreographien im neoklassischen Stil. Die früheren Namen der renommierten Ballettszene, wie Dietmar Seyffert oder Mary Wigman und zuletzt auch Uwe Scholz, haben für den Erfolg des Balletts gesorgt und es weit weg von nur nationalem Kreise aufsteigen lassen.
Der heutige Ballettdirektor, führt diesen Weg fort und gibt Auftritte in der Leipziger Oper und auf weltweiten Tourneen. Um für Auftritte die gesamte Company pikfein und nach allen größten Meistermühen aussehen zu lassen, werden im Opernhaus selbst, der Kostümwerkstatt, alle Herren Kleider hergestellt. Pro Spielzeit kommen da meist 30 Produktionen mit Accessoires wie Hüten, Schuhe und Schmuck zustande. Kostüme von älteren Stücken werden immer wieder neu designt und verwendet und stehen daher leider nicht zum Kostümverleih zur Verfügung.




